Installation
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Die Installation von Drupal ist dank des Webinstallers eine Sache von Minuten. Damit die lokale Installation auf Ihrem PC überhaupt möglich ist, benötigen Sie als Umgebung ihr »eigenes Internet«, bestehend aus einem Browser, einem Webserver, der PHP unterstützt, und ein von Drupal unterstütztes Datenbanksystem. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem XAMP Stack TODO LINK und von einem Client Server System. Die Drupal-Dateien werden in dieses System kopiert und mit dem Drupal Webinstaller eingerichtet.
Mindestvoraussetzungen an das System sind:
- ein installierter und funktionierender Webserver, z.B. Apache ab Version 1.13.19 oder Microsoft IIS.
- die Skriptsprache PHP ab Version PHP 5.2.x Die Unterstützung für MySQL und die GD Library muss in PHP einkompiliert sein. GD ist eine Bibliothek, die es PHP ermöglicht, Bilder zu verändern.
- das Datenbanksystem MySQL ab Version 5.015, SQLite 3.x oder PostgreSQL ab Version 8.3
Eine aktuelle uns ausführliche Auflistung der Mindestanforderungen für Drupal finden Sie hier.
Installationsvarianten
Da dieses Thema für alle PHP basierten Systeme gleich ist, verweise ich auf das Kapitel Installationsvarianten PHP basierter Systeme in den Gemeinsamen Grundlagen.
Stolpersteine
Dieses Thema ist sehr komplex, da es mittlerweile eine unüberschaubare Anzahl von Anbietern und eine noch unüberschaubarere Kombination von installierten Webserver-, PHP-, MySQL-Versionen und Webspace-Verwaltungstools gibt. Knackpunkte bei der Installation sind oft
- ein eventuell eingeschalteter Safe Mode bei PHP, der verhindert, das Sie Dateien hochladen können.
- beim Apache Webserver die "verbotene" Umschreibung von Pfaden wegen der Nichtaktivierung der so genannten Apache Rewrite Engine (mod_rewrite) und
- die Verzeichnisrechte unter Linux und OSX, die anders gesetzt werden als unter Windows.
Grundsätzlich ist der einfachste Weg, der eigentlich immer funktioniert, folgender:
- Laden Sie sich das aktuelle Dateipaket von drupal.org auf Ihren heimischen PC und entpacken Sie alles in einem temporären Verzeichnis.
- Laden Sie die gerade ausgepackten Dateien per FTP-Programm auf Ihren angemieteten Server, bzw. in das Verzeichnis Ihrer lokalen Installation. Die Dateien müssen im öffentlich zugänglichen Verzeichnis installiert werden. Meistens heißen diese Verzeichnisse htdocs, public_html oder nur html. Sie können, falls schon andere Installationen in diesem Verzeichnis sind, innerhalb des Verzeichnisses ein Unterverzeichnis angeben, in das Sie Ihr Drupal installieren. Viele Webhoster erlauben, dass Sie Ihren angemieteten Domainnamen auf ein Verzeichnis linken.
- Sie müssen herausbekommen, wie Ihre Datenbank heißt. Meistens sind eine oder auch mehrere Datenbanken in Ihrem Webhosting-Paket enthalten. Manchmal stehen Benutzername, Datenbankname und Passwort fest, manchmal müssen Sie es erst einrichten. Dazu steht Ihnen meistens eine Browser-basierte Konfigurationsoberfläche zur Verfügung. Sie benötigen die Datenbank-Zugangsdaten für den Webinstaller von Drupal.
Drupal-Webinstaller
Ab jetzt geht alles blitzschnell, weil der Drupal-Webinstaller das Kommando übernimmt. Rufen Sie die URL http://localhost/ auf.
Schritt 1 – Installationsprofil
Der Webinstaller erscheint in englischer Sprache mit der Möglichkeit zwei unterschiedliche Installationsprofile zu installieren. Sie können sich Drupal wie einen Legokasten vorstellen, der aus zahlreichen Modulen (Legosteinen) besteht. Der Drupal Core ist der Lego-Basiskasten. Da der Drupal Core bereits zahlreiche Module enthält, lässt man Ihnen die Wahl, ob sie eine Installation mit den gebräuchlichen Modulen haben wollen (standard) oder eine Minimalversion bei der nur die Module aktiviert werden, die absolut lebensnotwendig für Drupal sind (minimal). Wahlen Sie standard (Abbildung 1).
Abbildung 1: Installer – Installationsprofil
Schritt 2 – Choose language
Im zweiten Schritt können Sie die Sprache auswählen. Standardmässig wird Englisch unterstützt. Sie könnten an dieser Stelle die deutschen Sprachdateien von drupal.org laden und installieren, sie können das allerdings auch später noch tun. Dieses auf den ersten Blick etwas umständliche Verfahren sorgt dafür, dass die Größe des Drupal Core Pakets klein bleibt und der Benutzer bei der Installation immer die aktuellsten Sprachversionen benutzt. Bestätigen Sie die englische Variante.
Abbildung 2: Installer – Sprachauswahl
Schritt 3 – Requirements
In diesem Schritt überprüft Drupal Ihre Serverinstallation ob die Mindestanforderungen erfüllt sind.
- Grün hinterlegt - bedeutet ok
- Gelb hinterlegt - es funktioniert, ist aber nicht optimal
- Rot hinterlegt - deutet auf ein Problem hin.
Oft handelt es sich dabei um zuwenig vorhandenen Speicher. Drupal verlangt mehr als 40MB Speicher. Ebenso oft stolpert man über die fehlende settings.php Datei oder deren falsche Schreibberechtigungen. Sie können eine settings.php Datei erzeugen, indem Sie in den Ordner /sites/default gehen und dort die Datei default.settings.php kopieren und zu settings.php umbenennen. (siehe Video).
Schritt 4 – Set up database
Im vierten Schritt Datenbankkonfiguration werden Ihre Datenbank-Parameter abgefragt (Abbildung xxx). Sie können zwischen mehreren Datenbankenservern wählen. Wir benutzen im weiteren Verlauf des Buches MySQL. In der lokalen Serverumgebung können Sie beliebig viele Datenbanken anlegen und haben einen MySQL-Benutzer mit dem Namen root. Der Benutzer root ist der MySQL-Administrator und darf alles in einem MySQL-System. Das Passwort ist abhängig von Ihrer Serverumgebung (bei xampp kein Password, bei mamp ebenfalls root).
Abbildung 3: Set up database
Tragen Sie bei einer lokalen Installation folgende Werte ein:
- Datenbankname: [den kennen nur Sie selbst]
- Benutzername: root
- Passwort: [das kennen nur Sie selbst]
In einer produktiven Umgebung auf einem Datenbankserver bei einem Provider haben Sie vermutlich ein festes Kontingent von Datenbanken, und die Datenbankzugangsdaten sind in der Regel vorgegeben. Durch einen Klick auf den Link Advanded Options können Sie weitere Optionen einblenden. Drupal installiert anschliessend die durch das Installationsprofil vorgegebenen Module. Der Fortschritt der Installation wird durch einen Laufbalken symbolisiert.
Abbildung 4: Installer – Install profile
Schritt 5 – Configure site
Legen Sie wichtige Systemweite Parameter fest. Der Name der Website taucht beispielsweise im Browsertitel und als Absender bei E-Mails wieder auf. Die offizielle E-Mail-Adresse der Website (meist info@example.com) ist der Absender von automatisch erzeugten Benschrichtigungen.
Administratorkonto: Benutzername, E-Mail und Passwort: Wie bei Unix-Systemen gibt es bei Drupal nur einen echten Administrator, der alles darf. Name, E-Mail und Passwort für dieses Benutzerkonto können Sie frei wählen. Das Passwort wird automatisch auf seine Stärke überprüft (Abbildung 19), und die E-Mail-Adresse wird aus dem oberen Feld übernommen. Der Benutzer, der zuerst angelegt wurde, ist der Administrator der alles darf und in der Datenbank die Nummer 1 belegt! Allen anderen Benutzern werden Rollen zugeordnet. Die Rollen erhalten dann die Zugriffsrechte.
In den Servereinstellungen darunter können Sie außer der Zeitzone zwei wichtige Parameter festlegen: suchmaschinenfreundliche (lesbare) URLs und die automatische Überprüfung auf Aktualisierungen des Quellcodes. Nach einem Klick auf speichern und fortfahren ist Ihre neue Drupal-Seite fertig (Abbildung 5).
Abbildung 5: Installer – configure site
Schritt 7 – Finished
Der siebte und letzte Schritt gratuliert zur erfolgreichen Installation (Abbildung 6). Ich gratuliere auch.
Abbildung 6: Installer – Abschluss
Ein Link weist auf die neue Website hin. Klicken Sie mal drauf. Sie haben jetzt Drupal vollständig installiert und können damit beginnen, Ihre Website zu konfigurieren und Inhalte einzupflegen. Das Ergebnis sieht sehr schlicht aus (Abbildung xxx).
Abbildung 7: Ihre Website direkt nach der Installation









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