coaching
Leider kann ich nicht am Drupal Camp in Wien teilnehmen.
Aber hier, wie angekündigt, eine kurze Ausführung zum Thema Struktur und Dynamik in Gruppen anhand der Drupal community.
Die Struktur
Menschen bilden dann einen Gruppe, wenn sie sich nach außen abgrenzen und sich eine, wie auch immer geartete, Struktur geben.
Diese sehr einfache Gruppenbeschreibung beinhaltet zwei ganz wesentliche Elemente: Abgrenzung und Struktur.
Eine Gruppe kann entweder hermetisch geschlossen sein (es gibt keinen Weg heraus), sie kann geschlossen sein (es gibt kaum einen Weg hinein und kaum einen hinaus) oder sie ist offen (es ist einfach möglich dazu zugehören und auch einfach möglich, die Gruppe zu verlassen).
Wie durchlässig die Grenzen einer Gruppe sind, zeigt sich in der Art der Mitgliedschaft:
Die gesellschaftlichen Strukturen ändern sich, die Menschen auch, und die DGTA hat ebenfalls ein Update gemacht und Thesen zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgestellt.
Sie sind eine kurze und präzise Zusammenfassung und eine wahre Herausforderung für viele Unternehmen und die Lebensgestaltung von Menschen!
Auszüge aus dem letzten Infobrief (Infobrief 2/2009 PDF 4.43 MB):
- Zunahme von Dienstleistungbereichen, mehr Selbstständigkeitskultur (20 % - 25 % der gesamten Erwerbstätigen)
- Veränderung von Wertevorstellungen und einhergehend damit ein verändertes Werte-Management
- Die Märkte der Zukunft sind soziale Märkte
- Forderung nach Sozialer Kompetenz und Verantwortung nimmt zu
- Gewinnmaximierung wird allein kein Wert mehr sein
- Egoistische Zielsetzungen können nicht überleben in einer hoch vernetzten Welt
- Kooperation wird ein lebenswichtiges Instrument, um die Grundsicherung in der Welt zu gewährleisten
- Der Verbraucher verlangt von Unternehmen Moral, Verantwortung und Empathie statt nur “Waren“
- Zukunftsfähigkeit heißt Ungewissheit managen
- Wer Machtansprüche nicht aufgeben kann, wird in der Ökonomie von morgen zwangsläufig scheitern
- Vertrauen gegen Hierarchie
- Selbstverantwortung gegen Fremdkontrolle
- Sanftes Chaos mit Vertrauen und Kooperation managen
- Glück wird zum Wachstumsfaktor, wird Indikator dafür, wie hoch das Selbstvertrauen einer Gesellschaft ist
- Optimismus und Zukunftsvertrauen sind Schlüsselstrategien
- Glück als Maß des Wohlstands
- Glück wird Leitbild für Politik und Wirtschaft
- Glück als Variable des Menschen sein Leben einzuschätzen und als schön zu empfinden
Januar 2008
Der zweitägige Workshop in englischer Sprache war an Doktoranden der Universität Kassel gerichtet, die ihre Präsentationsfähigkeiten verbessern wollten. Hauptthemen des Workshops waren Strukturierung von Präsentationen, verschiedene .Präsentations- und Redeszenarien und die Körpersprache. Die von den Teilnehmern während des Workshops gehaltenen Präsentationen wurden gefilmt und ausführlich evaluiert.
Mai 2007
Ein Arbeitnehmer mittleren Alters wollte seine berufliche Situation verändern und hatte sich bereits mehrfach auf Stellenausschreibungen beworben.
In Vorstellungsgesprächen war er sehr nervös und nicht wirklich in der Lage, über sich und seine Fähigkeiten zu sprechen. Auf persönliche Empfehlung einer Bekannten begann er ein Coaching bei Christine Graf.
Das Coaching fand wegen großer räumlicher Distanz online und per Telefon statt.
Der Client übermittelte alle seine Bewerbungsunterlagen per e-mail, so dass sich der Coach ein Bild von seinem Lebenslauf und seinen Fähigkeiten machen konnte.
Die schriftlichen Ausführungen waren sehr knapp und ließen wenig Rückschlüsse auf die wirklichen Kenntnisse und Fähigkeiten des Clienten zu.
Der Coach ließ den Clienten zunächst von seiner täglichen Arbeit erzählen. Auf Nachfragen reagierte er sehr stockend.
Der Client nahm verwundert zur Kenntniss, dass sich eine fremde Person für ihn interessiert. Gleichzeitig war ihm das unheimlich und machte ihm Angst.
Er war bereit, dieser Angst auf den Grund zu gehen, da er Ähnlichkeiten mit seinem Verhalten in Vorstellungsgesprächen erkannte.
Er erinnerte frühkindliche Situationen, in denen er große Angst verspürte und Abweisung durch Autoritäten erfahren hatte.
Zum eigenen Schutz entschloß er sich, keine Gedanken und Gefühle von sich preiszugeben. Seine Reaktion in Vorstellungsgesprächen und in Krisensituationen war ähnlich. Er verstummte einfach.
Dadurch verbaute er sich selbst die Möglichkeit, sich zu präsentieren und mit all seinen Gedanken und Gefühlen wahrgenommen zu werden.
Seine Bewerbungen wurden negativ beschieden. Das nahm er als Bestätigung für die Richtigkeit seines eingeübten Verhaltens.
Am Ende der ersten Sitzung war der Client in der Lage, diesen Mechanismus zu erkennen und er war bereit, seine schriftlichen Ausführungen zu überarbeiten.
In der zweiten Sitzung waren seine mündlichen Ausführungen schon viel detallierter und flüssiger. Der Client war erstaunt, wieviel er von sich erzählen kann.
Für die dritte Sitzung bereitete er seine Bewerbungsunterlagen auf und im verteilten Rollenpsiel übten Client (= Arbeitgeber) und Coach (=Bewerber) Vorstellungsgespräche.
Der Client beendete das Coaching mit einer größeren Bewußtheit über seine innerpsychischen Vorgänge und einem größeren Selbstwertgefühl.

