Konfiguration

Verfasst von Hagen Graf am 18. December 2007 - 11:22

Der Arbeitsbereich Konfiguration ermöglicht es, alle Einstellungen zu setzen, die für die gesamte Website gelten. Die Werte der Variablen werden in der Datei configuration.php gespeichert. In dieser Datei stehen beispielsweise lebenswichtige Dinge wie die Zugangsdaten zum Datenbankserver, aber auch eher „kleinere“ Parameter wie die voreingestellte Listenlänge bei Listanzeige. Der Arbeitsbereich selbst ist aufgeteilt in drei Karteireiter (Abbildung 6.11).

  • Site
  • System
  • Server

SiteDer Bereich Site ist nochmals optisch unterteilt in drei Bereiche:

  • Site
  • Metadaten
  • SEO

Konfiguration - Site - Site

Abbildung 6.11: Konfiguration - Site - SiteSite Offline: Wenn Sie beispielsweise Änderungen an Ihrer Website vornehmen und ihre Benutzer darauf hinweisen wollen, können Sie hier das entsprechende Verhalten »einschalten«.Offline-Nachricht: Der hier eingegebene Text wird auf Ihrer Website im oberen Bereich angezeigt, wenn sie »offline« ist. Probieren Sie es mal aus. Stellen Sie Site Offline auf Ja, klicken Sie auf das Icon Anwenden und rufen Sie dann die Website auf. Die Website ist nicht mehr erreichbar. Für den Administratorbereich berechtigte Benutzer (Rechte > Manager) können sich jedoch noch einloggen (Abbildung 6.12).Wartungsmeldung auf der Website

Abbildung 6.12: Wartungsmeldung auf der WebsiteSite-Name: Der Name der Seite, den Sie bei der Installation eingegeben haben. Er taucht beispielsweise in der Kopfzeile des Browsers wieder auf, als Absender von System-E-Mails, auf dem Newsfeed und an verschiedenen anderen Stellen, die mit der leichten Erkennung Ihrer Website zu tun haben.Standard-WYSIWYG-Editor: WYSIWYG ist die Abkürzung für What you see is what you get oder (wie böse Zungen behaupten, sehr viel näher an der Realität) Du hast es so gewollt, da hast du es! Der Begriff stammt aus den Anfängen grafischer Benutzeroberflächen, als es erstmals möglich war, Texte in einer Textverarbeitung zu schreiben und beim Schreiben zu sehen, wie das fertige Ergebnis nach dem Druck aussehen wird. Heute geht es weniger um das Drucken, sondern mehr um die Darstellung auf Ihrer Website.WYSIWYG-Editor TinyMCE

Abbildung 6.13: WYSIWYG-Editor TinyMCEIm Internet füllen Sie normalerweise Formulare aus ohne die Möglichkeit einer Formatierung. Die Formatierung erfolgt über HTML-Tags oder programmspezifische Kürzel. Ein WYSIWYG-Editor ist komfortabler, da Sie hier wie in einer Textverarbeitung nur auf die entsprechenden Icons klicken müssen. In den Textfeldern, in denen Formatierungen benötigt werden, wird dieser Editor automatisch eingeblendet (Abbildung 6.13). Er funktioniert unter allen gängigen, aktuellen Browsern. Joomla! bietet die Möglichkeit, auch andere HTML-Editoren einzubinden wie beispielsweise XStandard lite (siehe Kapitel 6.2.3).Standardmäßig wird momentan der Editor TinyMCE benutzt5.Listenlänge: Auf Ihrer Website tauchen immer wieder Listen auf, beispielsweise News und Links. Hier stellen Sie ein, wie viele Einträge eine Liste standardmäßig haben soll.MetadatenIn diesen Bereich finden Sie die Einstellungen der Metadaten (Abbildung 6.14).Konfiguration – Site – Metadaten

Abbildung 6.14: Konfiguration – Site – MetadatenMetadaten sind Daten über Daten, also beispielsweise eine Beschreibung Ihrer Website. Metadaten spielen bei Suchmaschinen eine Rolle und sind im XHTML-Standard beschrieben. Wie groß die wirkliche Rolle der Metadaten beispielsweise beim Ranking in Suchmaschinen ist, ist umstritten. Trotzdem stellen Metadaten einen guten Weg dar, in kurzen und klaren Worten Ihre Website zu beschreiben. Wenn Sie in den HTML-Quellcode einer Joomla!-Seite schauen, sehen Sie im oberen Bereich die folgenden Metatags:

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" />
<meta name="robots" content="index, follow" />
<meta name="keywords" content="joomla, joomla!, Joomla, Joomla!, J!" />
<meta name="description" content="Joomla! - 
dynamische Portal-Engine und Content-Management-System" />
<meta name="generator" content="Joomla! 1.5 - Open Source Content Management" />

Globale Site Meta Beschreibung: Diese Beschreibung des Seiteninhaltes wird bei der Anzeige von Suchmaschinenergebnissen oft ausgegeben. Diesem Tag sollte man daher besondere Aufmerksamkeit schenken, denn anhand dieser Information entscheidet der Suchende oft, ob er Ihre Seite besucht oder nicht. Sie können weitere Beschreibungen auf jeder Inhaltsseite individuell zur globalen Beschreibung hinzufügen.Globale Site Meta Schlüsselwörter: Schlüsselwörter oder Keywords sind die zentralen Bedeutungen eines Dokuments. Sie sollten hier die wichtigsten Begriffe Ihrer Website auflisten. Manche Suchmaschinen suchen besonders in den Keywords. Die einzelnen Wörter werden durch Kommata getrennt, mehrere Wörter lassen sich zwischen zwei Kommata mit normalen Leerzeichen eintragen. Die Schlüsselwörter sollten auf max. 1.000 Zeichen begrenzt werden, mehr werden nicht ausgelesen. Beachten Sie, dass die Verwendung weniger Schlüsselbegriffe dem einzelnen Begriff zu einer höheren Wertigkeit in der Suchmaschine verhelfen kann. Überlegen Sie, welche die meistgebrauchten Schlüsselwörter sind und nach welchen am ehesten gesucht wird6. Sie können weitere Schlüsselwörter auf jeder Inhaltsseite individuell zu den globalen Schlüsselwörtern hinzufügen.Zeige Titel Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Inhaltstitel als Metatag eingeblendet, beispielsweise <meta name="title" content="Welcome to Joomla!" />.Zeige Autor Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Name des Autors als Metatag angezeigt, beispielsweise <meta name="author" content="Administrator" />.SEO (Search Engine Optimization)In diesem Bereich geht es um suchmaschinenfreundliche URLs (Abbildung 6.15).Konfiguration – Site – SEO

Abbildung 6.15: Konfiguration – Site – SEONormalerweise sieht eine URL von Joomla! etwa so aus:http://www.example.com/joomla150/index.php?option=com_contact&Itemid=3Solche URLs werden von Suchmaschinen normalerweise nicht gespeichert, weil die Suchmaschine davon ausgeht, dass sich der Inhalt dynamisch aufbaut und vermutlich bald ändert.Suchmaschinenfreundliche URLs: Mit diesem Schalter können Sie aus einer dynamischen URL eine suchmaschinenfreundliche URL machen. Wenn Sie den Schalter auf Ja stellen, sollte der Link etwa so aussehen:http://localhost/joomla150/Kontaktmod_rewrite nutzen: Mit diesem Schalter aktivieren Sie das Modul mod_rewrite. Das Prinzip beruht auf einer Funktion des Apache Webservers. Mit seiner Rewrite Engine kann er URLs beliebig manipulieren. Außer dem Schalter müssen Sie auch noch die Datei htaccess.txt im Joomla!-Verzeichnis in .htaccess umbenennen. Unter Windows ist eine solche Umbenennung nur mit bestimmten Programmen wie beispielsweise dem Editor Ultraedit7 oder in der Kommandozeile mit dem Befehlrename htaccess.txt .htaccessmöglich. Unter Linux funktioniert die Umbenennung problemlos, die Datei wird aber anschließend meist nicht mehr in Ihrem FTP-Client angezeigt (abhängig von der Serverkonfiguration). Außerdem kann es sein, dass der Provider .htaccess-Dateien nicht zulässt, da sie ein Sicherheitsrisiko für den Webserver darstellen können.ExkursUm auch unter Windows mit XAMPP in den Genuss von suchmaschinenfreundlichen URLs zu kommen, müssen Sie die Datei[LW]:\xampplite\apache\conf\httpd.conf editieren. Öffnen Sie die Datei unter Windows mit einem Programmiereditor oder mit WordPad und suchen Sie nach der Zeile#LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.soentfernen Sie das Doppelkreuz vorLoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.sound speichern Sie die Datei. Danach starten Sie den Apache Webserver über das XAMPP lite Control Panel neu. Jetzt sollten die suchmaschinenfreundlichen Links funktionieren.Suffix an URLs anhängen: Hier wird an die URL nach einer Dateierweiterung ein .html angehängt, damit die Seite aussieht wie eine HTML-Seite. Der Effekt auf Suchmaschinen ist jedoch umstritten.SystemKonfiguration – System – System

Abbildung 6.16: Konfiguration – System – SystemGeheimes Wort: Bei der Installation von Joomla! wird hier eine Zufallsfolge von Zeichen erzeugt, bei der es sich um eine Art Stempel handelt. Dieses geheime Wort wird im Zusammenhang mit der XML-RPC-Schnittstelle gebraucht. Damit soll in Zukunft sichergestellt werden, dass nur registrierte bzw. autorisierte Remote-Systeme über diese Schnittstelle zugreifen dürfen.Pfad zum Protokoll-Ordner: Wenn Sie die Joomla!-Protokollierung nutzen wollen, müssen Sie natürlich einen Pfad angeben. Der Pfad wird standardmäßig vorgegeben und kann hier geändert werden. Der Pfad sollte außerhalb des öffentlich zugänglichen Pfades liegen, also außerhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses htdocs.Web-Services aktivieren: Joomla! ist standardmäßig mit einer xmprpc-Schnittstelle ausgerüstet. Diese Schnittstelle stellt Services bereit, die hier aktiviert und deaktiviert werden können. Ausgehende XML-RPC-Verbindungen sind davon nicht betroffen, nur eingehende!Hilfeserver: An dieser Stelle legen Sie den Standardhilfeserver fest. Sie können für jedes Benutzerkonto einen anderen Hilfeserver konfigurieren.ExkursEs ist auch möglich, einen lokalen Hilfeserver anzusprechen. Auf diesem lokalen Hilfeserver müssen die Hilfetexte in der gewünschten Sprache (in unserem Fall Deutsch de-DE) im Verzeichnis C:\xampplite\ htdocs\Joomla150\administrator\help\de-DE abgelegt sein. Momentan gibt es keine automatische Installation dieser Hilfetexte. Die Texte an sich werden vom deutschen Übersetzungsteam erstellt.BenutzerIn diesem Bereich finden Sie globale Einstellungen für die Benutzerkonten (Abbildung 6.17).Konfiguration – System – Benutzer

Abbildung 6.17: Konfiguration – System – BenutzerRegistrierung erlauben: Hier können Sie wählen, ob Sie eine eigene Registrierung von Benutzern zulassen wollen oder nicht. Wenn Sie beispielsweise eine Firmen-Website betreiben, könnten Sie Ihren Mitarbeitern ein Benutzerkonto anlegen, es aber verbieten, dass sich Besucher der Website selbst ein Konto erstellen. Bei einer Community-Website ist es dagegen erwünscht, dass sich die Benutzer selbst anmelden.Benutzergruppe neuer registrierter Benutzer: Hier können Sie festlegen, welche Benutzergruppe bei der Registrierung dem Benutzer zugeordnet wird. Die Bedeutung der Benutzergruppen finden Sie in Tabelle 6.1 und Tabelle 6.2.Kontoaktivierung neuer Benutzer: Um eine gewisse Sicherheit vor Programmen zu bieten, die automatisiert auf Ihrer Seite 20.000 Benutzerkonten anlegen, können Sie eine separate Aktivierung verlangen. Der Benutzer erhält nach seiner Registrierung einmalig eine E-Mail an die von ihm angegebene Adresse. In dieser E-Mail befindet sich ein Link zum Freischalten des Kontos. Nach der Freischaltung kann er sich normal anmelden.Parameter im Frontend: Hier können Sie festlegen, ob die Benutzer ihre Sprach- und Zeitzonen-Einstellungen selbst vornehmen dürfen (Abbildung 6.18).Frontend - Eigenes Benutzerkonto

Abbildung 6.18: Frontend - Eigenes BenutzerkontoMedienHier konfigurieren Sie die Parameter für den Medienbereich. Sie können erlaubte Erweiterungen für die hochzuladenden Dateien sowie Pfade angeben, in denen diese Dateien abgespeichert werden (Abbildung 6.19).Konfiguration – System – Medien

Abbildung 6.19: Konfiguration – System – MedienAußer den Dateiendungen können Sie auch MIME-Typen8 angeben. Das ist hilfreich, weil dadurch der Inhalt der Dateien auf einer sichereren Basis überprüft werden kann. Falls die benötigten Module in Ihrem Apache Webserver nicht freigeschaltet sind, können Sie mit dem Schalter Uploads einschränken dafür sorgen, das normale Frontend-Benutzer nur Bilder hochladen können.Die maximale Größe können Sie bis zur von PHP vorgegebenen Maximalgröße (siehe nachfolgender Hinweis) ebenfalls hier angeben.ExkursDie maximale Upload-Größe pro Datei ist letztlich abhängig von der PHP-Konfiguration Ihres Providers. In meinem Fall sind es 16 Mbyte. Größere Dateien müssten Sie per FTP hochladen oder den upload-Wert in der Konfigurationsdatei php.ini entsprechend ändern.DebugWenn Programmierer Fehler suchen, sprechen sie von Debuggen. Diese Bezeichnung ist historisch gewachsen. Ein Bug ist ein Käfer, und vor 50 Jahren waren es tatsächlich Käfer, die es sich an den warmen Röhren eines Computers gemütlich machten und hin und wieder für Kurzschlüsse sorgten. Debugging – Käfer entfernen – war damals also wörtlich zu nehmen. Heute geht es um Fehler in Software-Programmen, beispielsweise um eine nicht funktionierende Datenbankabfrage.Konfiguration – System – Debug

Abbildung 6.20: Konfiguration – System – DebugDebug System: Nach dem Einschalten dieser Funktion werden unterhalb der Website die Datenbankabfragen angezeigt. Um eine Seite von Joomla! zu erzeugen, sind in diesem Fall 24 Datenbankabfragen notwendig (Abbildung 6.21).Debug Sprache: Hier beziehen sich die Debug-Meldungen auf die Sprach-Strings. Angezeigt werden die angesprochenen Sprachdateien.Debug Mode mit Datenbankabfragen

Abbildung 6.21: Debug Mode mit Datenbankabfragen Damit Sie nicht vergessen, dass Sie sich im Debug-Modus befinden, werden vor und hinter allen Bezeichnungen dicke schwarze Markierungen angezeigt (Abbildung 6.22).Markierungen im Debug-Modus

Abbildung 6.22: Markierungen im Debug-ModusCacheUnter einem Cache versteht man einen Zwischenspeicher. Ihr Browser hat beispielsweise einen Bildercache, um einmal geladene Bilder aus dem Internet schneller bereitstellen zu können.Joomla! benutzt einen ähnlichen Mechanismus auf dem Server, um die durch PHP generierten Seiten zwischenzuspeichern. Bei sehr stark frequentierten Seiten kann diese Funktion die Antwortzeiten stark verringern (Abbildung 6.23).Konfiguration – System – Cache

Abbildung 6.23: Konfiguration – System – CacheCache: Hier schalten Sie den Cache ein und aus.Zeit: Hier geben Sie die Zeit in Minuten an, die vergehen muss, bis ein Inhalt aus dem Zwischenspeicher erneuert wird.Cache-Handler: Hier geben Sie an, ob der Cache Datei- oder Datenbank-basiert sein soll (momentan ist nur der Dateicache implementiert).SessionKonfiguration – System – Session

Abbildung 6.24: Konfiguration – System – SessionSession-Laufzeit: Wenn Sie sich als Benutzer anmelden, erzeugen Sie eine so genannte Session. Wenn Sie sich nicht abmelden, so wird diese Session nach der hier eingestellten Anzahl von Sekunden gelöscht.Session-Handler: Hier geben Sie an, ob die Session Datei- oder Datenbank-basiert sein soll. Bei stark frequentierten Websites ist die datenbankbasierte Methode erheblich schneller als die dateibasierte Methode.ServerIn diesem Reiter werden die technischen Daten der Serverumgebung konfiguriert.ServerKonfiguration – System - Server

Abbildung 6.25: Konfiguration – System - ServerPfad zum Temp-Ordner: Joomla! erzeugt beispielsweise bei einem Upload temporäre Dateien. Diese müssen irgendwo zwischengespeichert werden, und hier können Sie festlegen, wo.GZIP-Seitenkompression: Hier können Sie eine Komprimierung der Seiten einschalten. Wenn Browser und Webserver diese Funktion unterstützen, werden die Seiten im ZIP-Format ausgeliefert und im Client-Browser wieder entpackt. Gerade bei langsamen Internetleitungen kann dadurch der Seitenaufbau erheblich schneller vonstatten gehen. Für Server mit hoher Last sollte man diese Option aber nur einschalten, wenn die entsprechenden GZIP-Bibliotheken im Server direkt eingebunden sind. Je nach Serverkonfiguration kann es sogar sein, dass der Server ohne diese Option insgesamt schneller ist!Fehler berichten: Mit diesen Schaltern werden die PHP-eigenen Fehlerreportmechanismen aktiviert. Dabei wird kein Fehlerprotokoll in eine Datei ausgegeben zwecks späterer Auswertung, sondern die Meldungen erscheinen direkt im Browser!OptionBeschreibungSystem StandardHier wird die Einstellung aus der Konfigurationsdatei php.ini übernommen.KeineFehler werden nicht protokolliert. Diese Einstellung wird für produktive Sites empfohlen, da so einem Angreifer keine möglichen Angriffspunkte gezeigt werden.EinfachFehler und Warnungen werden protokolliert. Diese Einstellung entspricht dem Parametererror_reporting (E_ERROR|E_WARNING|E_PARSE).MaximumFehler, Warnungen und Hinweise werden protokolliert. Diese
Einstellung entspricht dem Parametererror_reporting (E_ALL).Tabelle 6.4:  Fehlerbericht KategorienZeitzoneKonfiguration – Server – Zeitzone

Abbildung 6.26: Konfiguration – Server – ZeitzoneZeitzone: Diese Einstellung kann benutzt werden, um die Zeit anzuzeigen, unter der Ihre Website läuft. Das ist praktisch, wenn beispielsweise der Server, auf dem Joomla! läuft, in den USA steht, die Website aber für Besucher in Deutschland gedacht ist. Die Basis für die Berechnung der Zeit ist UTC9.FTPDas File Transfer Protocol (FTP) wird benutzt, um Probleme mit den Sicherheitsein­stellungen bei Providern zu umgehen. Sollte es verboten sein, Dateien per PHP hochzuladen, wird auf die FTP-Methode ausgewichen. Tragen Sie hier Ihre Zugangsdaten zum FTP-Server Ihres Providers ein. Das Feld FTP Root verdient eine besondere Erwähnung. Abhängig vom Provider werden Sie nach Ihrer FTP-Anmeldung auf ein bestimmtes Verzeichnis gelinkt. Hier müssen Sie den Pfad Ihrer Joomla!-Installation relativ zum Einstiegspunkt der FTP-Verbindung angeben, beispielsweise /htdocs/joomla150 (Abbildung 6.27).Konfiguration – Server – FTP

Abbildung 6.27: Konfiguration – Server – FTPDatenbankHier können Sie die Parameter für Ihre Datenbank ändern. Denken Sie daran, dass Sie Joomla! unbrauchbar machen können, wenn Sie hier einen Schreibfehler eintragen. Sie können dann nicht mehr auf Ihr Backend zugreifen (Abbildung 6.28).Konfiguration -Server - Datenbank

Abbildung 6.28: Konfiguration -Server - DatenbankWenn so etwas passiert, können Sie mit einem Texteditor die Datei configuration.php bearbeiten. Alle Einstellungen, die Sie im Menü Site - Konfiguration machen, werden in Variablen in der Datei configuration.php abgespeichert.Listing 6.1: configuration.php<?php
class JConfig {
var $dbtype = 'mysql';
var $host = 'localhost';
var $user = 'root';
var $password = '';
var $db = 'joomla150';
var $dbprefix = 'jos_';
// …
// viele weitere Variablen
// ---
}
?>MailingHier können Sie über die Art und Weise des Joomla!-E-Mail-Versands entscheiden.Konfiguration - Server - Mailing

Abbildung 6.29: Konfiguration - Server - MailingMailer: Hier können Sie wählen, ob Sie die eingebaute Mail-Funktion von PHP, das Programm sendmail oder ein anderes E-Mail-Konto, beispielsweise bei Yahoo!, Google oder GMX, nutzen wollen.Mail von (Adresse): Diese E-Mail-Adresse wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails eingetragen.Von Name: Dieser Name wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails angegeben.Sendmail-Pfad: Falls Sie anstelle der PHP-Mail-Funktion das auf vermutlich allen Linux-Servern verfügbare Programm sendmail benutzen wollen, müssen Sie hier den Pfad zum Programm eingeben.SMTP-Auth: Wählen Sie, ob Sie einen externen Mailserver (Yahoo!, GMX, eigener Server) benutzen wollen.SMTP-User: Ihr Benutzername bei diesem E-Mail-ProviderSMTP-Passwort: Ihr Passwort bei diesem E-Mail-ProviderSMTP-Host: Der SMTP-Server dieses E-Mail-ProvidersAbmeldenDurch einen Klick auf diesen Menüpunkt melden Sie sich im Backend ab und gelangen automatisch auf das Frontend.5 http://tinymce.moxiecode.com/6 http://de.selfhtml.org/html/kopfdaten/meta.htm7 http://www.ultraedit.com/8 http://de.wikipedia.org/wiki/Multipurpose_Internet_Mail_Extensions9 http://de.wikipedia.org/wiki/UTC

Der Arbeitsbereich Konfiguration ermöglicht es, alle Einstellungen zu setzen, die für die gesamte Website gelten. Die Werte der Variablen werden in der Datei configuration.php gespeichert. In dieser Datei stehen beispielsweise lebenswichtige Dinge wie die Zugangsdaten zum Datenbankserver, aber auch eher &bdquo;kleinere&ldquo; Parameter wie die voreingestellte Listenlänge bei Listanzeige. Der Arbeitsbereich selbst ist aufgeteilt in drei Karteireiter (Abbildung 6.11).SiteSystemServerSiteDer Bereich Site ist nochmals optisch unterteilt in drei Bereiche:SiteMetadatenSEOAbbildung 6.11: Konfiguration - Site - SiteSite Offline: Wenn Sie beispielsweise Änderungen an Ihrer Website vornehmen und ihre Benutzer darauf hinweisen wollen, können Sie hier das entsprechende Verhalten &raquo;einschalten&laquo;.Offline-Nachricht: Der hier eingegebene Text wird auf Ihrer Website im oberen Bereich angezeigt, wenn sie &raquo;offline&laquo; ist. Probieren Sie es mal aus. Stellen Sie Site Offline auf Ja, klicken Sie auf das Icon Anwenden und rufen Sie dann die Website auf. Die Website ist nicht mehr erreichbar. Für den Administratorbereich berechtigte Benutzer (Rechte &gt; Manager) können sich jedoch noch einloggen (Abbildung 6.12).Abbildung 6.12: Wartungsmeldung auf der WebsiteSite-Name: Der Name der Seite, den Sie bei der Installation eingegeben haben. Er taucht beispielsweise in der Kopfzeile des Browsers wieder auf, als Absender von System-E-Mails, auf dem Newsfeed und an verschiedenen anderen Stellen, die mit der leichten Erkennung Ihrer Website zu tun haben.Standard-WYSIWYG-Editor: WYSIWYG ist die Abkürzung für What you see is what you get oder (wie böse Zungen behaupten, sehr viel näher an der Realität) Du hast es so gewollt, da hast du es! Der Begriff stammt aus den Anfängen grafischer Benutzeroberflächen, als es erstmals möglich war, Texte in einer Textverarbeitung zu schreiben und beim Schreiben zu sehen, wie das fertige Ergebnis nach dem Druck aussehen wird. Heute geht es weniger um das Drucken, sondern mehr um die Darstellung auf Ihrer Website.Abbildung 6.13: WYSIWYG-Editor TinyMCEIm Internet füllen Sie normalerweise Formulare aus ohne die Möglichkeit einer Formatierung. Die Formatierung erfolgt über HTML-Tags oder programmspezifische Kürzel. Ein WYSIWYG-Editor ist komfortabler, da Sie hier wie in einer Textverarbeitung nur auf die entsprechenden Icons klicken müssen. In den Textfeldern, in denen Formatierungen benötigt werden, wird dieser Editor automatisch eingeblendet (Abbildung 6.13). Er funktioniert unter allen gängigen, aktuellen Browsern. Joomla! bietet die Möglichkeit, auch andere HTML-Editoren einzubinden wie beispielsweise XStandard lite (siehe Kapitel 6.2.3).Standardmäßig wird momentan der Editor TinyMCE benutzt5.Listenlänge: Auf Ihrer Website tauchen immer wieder Listen auf, beispielsweise News und Links. Hier stellen Sie ein, wie viele Einträge eine Liste standardmäßig haben soll.MetadatenIn diesen Bereich finden Sie die Einstellungen der Metadaten (Abbildung 6.14).Abbildung 6.14: Konfiguration &ndash; Site &ndash; MetadatenMetadaten sind Daten über Daten, also beispielsweise eine Beschreibung Ihrer Website. Metadaten spielen bei Suchmaschinen eine Rolle und sind im XHTML-Standard beschrieben. Wie groß die wirkliche Rolle der Metadaten beispielsweise beim Ranking in Suchmaschinen ist, ist umstritten. Trotzdem stellen Metadaten einen guten Weg dar, in kurzen und klaren Worten Ihre Website zu beschreiben. Wenn Sie in den HTML-Quellcode einer Joomla!-Seite schauen, sehen Sie im oberen Bereich die folgenden Metatags:&lt;meta http-equiv=&quot;Content-Type&quot; content=&quot;text/html; charset=utf-8&quot; /&gt;&lt;meta name=&quot;robots&quot; content=&quot;index, follow&quot; /&gt;&lt;meta name=&quot;keywords&quot; content=&quot;joomla, joomla!, Joomla, Joomla!, J!&quot; /&gt;&lt;meta name=&quot;description&quot; content=&quot;Joomla! - dynamische Portal-Engine und Content-Management-System&quot; /&gt;&lt;meta name=&quot;generator&quot; content=&quot;Joomla! 1.5 - Open Source Content Management&quot; /&gt;Globale Site Meta Beschreibung: Diese Beschreibung des Seiteninhaltes wird bei der Anzeige von Suchmaschinenergebnissen oft ausgegeben. Diesem Tag sollte man daher besondere Aufmerksamkeit schenken, denn anhand dieser Information entscheidet der Suchende oft, ob er Ihre Seite besucht oder nicht. Sie können weitere Beschreibungen auf jeder Inhaltsseite individuell zur globalen Beschreibung hinzufügen.Globale Site Meta Schlüsselwörter: Schlüsselwörter oder Keywords sind die zentralen Bedeutungen eines Dokuments. Sie sollten hier die wichtigsten Begriffe Ihrer Website auflisten. Manche Suchmaschinen suchen besonders in den Keywords. Die einzelnen Wörter werden durch Kommata getrennt, mehrere Wörter lassen sich zwischen zwei Kommata mit normalen Leerzeichen eintragen. Die Schlüsselwörter sollten auf max. 1.000 Zeichen begrenzt werden, mehr werden nicht ausgelesen. Beachten Sie, dass die Verwendung weniger Schlüsselbegriffe dem einzelnen Begriff zu einer höheren Wertigkeit in der Suchmaschine verhelfen kann. Überlegen Sie, welche die meistgebrauchten Schlüsselwörter sind und nach welchen am ehesten gesucht wird6. Sie können weitere Schlüsselwörter auf jeder Inhaltsseite individuell zu den globalen Schlüsselwörtern hinzufügen.Zeige Titel Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Inhaltstitel als Metatag eingeblendet, beispielsweise &lt;meta name=&quot;title&quot; content=&quot;Welcome to Joomla!&quot; /&gt;.Zeige Autor Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Name des Autors als Metatag angezeigt, beispielsweise &lt;meta name=&quot;author&quot; content=&quot;Administrator&quot; /&gt;.SEO (Search Engine Optimization)In diesem Bereich geht es um suchmaschinenfreundliche URLs (Abbildung 6.15).Abbildung 6.15: Konfiguration &ndash; Site &ndash; SEONormalerweise sieht eine URL von Joomla! etwa so aus:http://www.example.com/joomla150/index.php?option=com_contact&amp;Itemid=3Solche URLs werden von Suchmaschinen normalerweise nicht gespeichert, weil die Suchmaschine davon ausgeht, dass sich der Inhalt dynamisch aufbaut und vermutlich bald ändert.Suchmaschinenfreundliche URLs: Mit diesem Schalter können Sie aus einer dynamischen URL eine suchmaschinenfreundliche URL machen. Wenn Sie den Schalter auf Ja stellen, sollte der Link etwa so aussehen:http://localhost/joomla150/Kontaktmod_rewrite nutzen: Mit diesem Schalter aktivieren Sie das Modul mod_rewrite. Das Prinzip beruht auf einer Funktion des Apache Webservers. Mit seiner Rewrite Engine kann er URLs beliebig manipulieren. Außer dem Schalter müssen Sie auch noch die Datei htaccess.txt im Joomla!-Verzeichnis in .htaccess umbenennen. Unter Windows ist eine solche Umbenennung nur mit bestimmten Programmen wie beispielsweise dem Editor Ultraedit7 oder in der Kommandozeile mit dem Befehlrename htaccess.txt .htaccessmöglich. Unter Linux funktioniert die Umbenennung problemlos, die Datei wird aber anschließend meist nicht mehr in Ihrem FTP-Client angezeigt (abhängig von der Serverkonfiguration). Außerdem kann es sein, dass der Provider .htaccess-Dateien nicht zulässt, da sie ein Sicherheitsrisiko für den Webserver darstellen können.ExkursUm auch unter Windows mit XAMPP in den Genuss von suchmaschinenfreundlichen URLs zu kommen, müssen Sie die Datei[LW]:\xampplite\apache\conf\httpd.conf editieren. Öffnen Sie die Datei unter Windows mit einem Programmiereditor oder mit WordPad und suchen Sie nach der Zeile#LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.soentfernen Sie das Doppelkreuz vorLoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.sound speichern Sie die Datei. Danach starten Sie den Apache Webserver über das XAMPP lite Control Panel neu. Jetzt sollten die suchmaschinenfreundlichen Links funktionieren.Suffix an URLs anhängen: Hier wird an die URL nach einer Dateierweiterung ein .html angehängt, damit die Seite aussieht wie eine HTML-Seite. Der Effekt auf Suchmaschinen ist jedoch umstritten.SystemAbbildung 6.16: Konfiguration &ndash; System &ndash; SystemGeheimes Wort: Bei der Installation von Joomla! wird hier eine Zufallsfolge von Zeichen erzeugt, bei der es sich um eine Art Stempel handelt. Dieses geheime Wort wird im Zusammenhang mit der XML-RPC-Schnittstelle gebraucht. Damit soll in Zukunft sichergestellt werden, dass nur registrierte bzw. autorisierte Remote-Systeme über diese Schnittstelle zugreifen dürfen.Pfad zum Protokoll-Ordner: Wenn Sie die Joomla!-Protokollierung nutzen wollen, müssen Sie natürlich einen Pfad angeben. Der Pfad wird standardmäßig vorgegeben und kann hier geändert werden. Der Pfad sollte außerhalb des öffentlich zugänglichen Pfades liegen, also außerhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses htdocs.Web-Services aktivieren: Joomla! ist standardmäßig mit einer xmprpc-Schnittstelle ausgerüstet. Diese Schnittstelle stellt Services bereit, die hier aktiviert und deaktiviert werden können. Ausgehende XML-RPC-Verbindungen sind davon nicht betroffen, nur eingehende!Hilfeserver: An dieser Stelle legen Sie den Standardhilfeserver fest. Sie können für jedes Benutzerkonto einen anderen Hilfeserver konfigurieren.ExkursEs ist auch möglich, einen lokalen Hilfeserver anzusprechen. Auf diesem lokalen Hilfeserver müssen die Hilfetexte in der gewünschten Sprache (in unserem Fall Deutsch de-DE) im Verzeichnis C:\xampplite\ htdocs\Joomla150\administrator\help\de-DE abgelegt sein. Momentan gibt es keine automatische Installation dieser Hilfetexte. Die Texte an sich werden vom deutschen Übersetzungsteam erstellt.BenutzerIn diesem Bereich finden Sie globale Einstellungen für die Benutzerkonten (Abbildung 6.17).Abbildung 6.17: Konfiguration &ndash; System &ndash; BenutzerRegistrierung erlauben: Hier können Sie wählen, ob Sie eine eigene Registrierung von Benutzern zulassen wollen oder nicht. Wenn Sie beispielsweise eine Firmen-Website betreiben, könnten Sie Ihren Mitarbeitern ein Benutzerkonto anlegen, es aber verbieten, dass sich Besucher der Website selbst ein Konto erstellen. Bei einer Community-Website ist es dagegen erwünscht, dass sich die Benutzer selbst anmelden.Benutzergruppe neuer registrierter Benutzer: Hier können Sie festlegen, welche Benutzergruppe bei der Registrierung dem Benutzer zugeordnet wird. Die Bedeutung der Benutzergruppen finden Sie in Tabelle 6.1 und Tabelle 6.2.Kontoaktivierung neuer Benutzer: Um eine gewisse Sicherheit vor Programmen zu bieten, die automatisiert auf Ihrer Seite 20.000 Benutzerkonten anlegen, können Sie eine separate Aktivierung verlangen. Der Benutzer erhält nach seiner Registrierung einmalig eine E-Mail an die von ihm angegebene Adresse. In dieser E-Mail befindet sich ein Link zum Freischalten des Kontos. Nach der Freischaltung kann er sich normal anmelden.Parameter im Frontend: Hier können Sie festlegen, ob die Benutzer ihre Sprach- und Zeitzonen-Einstellungen selbst vornehmen dürfen (Abbildung 6.18).Abbildung 6.18: Frontend - Eigenes BenutzerkontoMedienHier konfigurieren Sie die Parameter für den Medienbereich. Sie können erlaubte Erweiterungen für die hochzuladenden Dateien sowie Pfade angeben, in denen diese Dateien abgespeichert werden (Abbildung 6.19).Abbildung 6.19: Konfiguration &ndash; System &ndash; MedienAußer den Dateiendungen können Sie auch MIME-Typen8 angeben. Das ist hilfreich, weil dadurch der Inhalt der Dateien auf einer sichereren Basis überprüft werden kann. Falls die benötigten Module in Ihrem Apache Webserver nicht freigeschaltet sind, können Sie mit dem Schalter Uploads einschränken dafür sorgen, das normale Frontend-Benutzer nur Bilder hochladen können.Die maximale Größe können Sie bis zur von PHP vorgegebenen Maximalgröße (siehe nachfolgender Hinweis) ebenfalls hier angeben.ExkursDie maximale Upload-Größe pro Datei ist letztlich abhängig von der PHP-Konfiguration Ihres Providers. In meinem Fall sind es 16 Mbyte. Größere Dateien müssten Sie per FTP hochladen oder den upload-Wert in der Konfigurationsdatei php.ini entsprechend ändern.DebugWenn Programmierer Fehler suchen, sprechen sie von Debuggen. Diese Bezeichnung ist historisch gewachsen. Ein Bug ist ein Käfer, und vor 50 Jahren waren es tatsächlich Käfer, die es sich an den warmen Röhren eines Computers gemütlich machten und hin und wieder für Kurzschlüsse sorgten. Debugging &ndash; Käfer entfernen &ndash; war damals also wörtlich zu nehmen. Heute geht es um Fehler in Software-Programmen, beispielsweise um eine nicht funktionierende Datenbankabfrage.Abbildung 6.20: Konfiguration &ndash; System &ndash; DebugDebug System: Nach dem Einschalten dieser Funktion werden unterhalb der Website die Datenbankabfragen angezeigt. Um eine Seite von Joomla! zu erzeugen, sind in diesem Fall 24 Datenbankabfragen notwendig (Abbildung 6.21).Debug Sprache: Hier beziehen sich die Debug-Meldungen auf die Sprach-Strings. Angezeigt werden die angesprochenen Sprachdateien.Abbildung 6.21: Debug Mode mit Datenbankabfragen Damit Sie nicht vergessen, dass Sie sich im Debug-Modus befinden, werden vor und hinter allen Bezeichnungen dicke schwarze Markierungen angezeigt (Abbildung 6.22).Abbildung 6.22: Markierungen im Debug-ModusCacheUnter einem Cache versteht man einen Zwischenspeicher. Ihr Browser hat beispielsweise einen Bildercache, um einmal geladene Bilder aus dem Internet schneller bereitstellen zu können.Joomla! benutzt einen ähnlichen Mechanismus auf dem Server, um die durch PHP generierten Seiten zwischenzuspeichern. Bei sehr stark frequentierten Seiten kann diese Funktion die Antwortzeiten stark verringern (Abbildung 6.23).Abbildung 6.23: Konfiguration &ndash; System &ndash; CacheCache: Hier schalten Sie den Cache ein und aus.Zeit: Hier geben Sie die Zeit in Minuten an, die vergehen muss, bis ein Inhalt aus dem Zwischenspeicher erneuert wird.Cache-Handler: Hier geben Sie an, ob der Cache Datei- oder Datenbank-basiert sein soll (momentan ist nur der Dateicache implementiert).SessionAbbildung 6.24: Konfiguration &ndash; System &ndash; SessionSession-Laufzeit: Wenn Sie sich als Benutzer anmelden, erzeugen Sie eine so genannte Session. Wenn Sie sich nicht abmelden, so wird diese Session nach der hier eingestellten Anzahl von Sekunden gelöscht.Session-Handler: Hier geben Sie an, ob die Session Datei- oder Datenbank-basiert sein soll. Bei stark frequentierten Websites ist die datenbankbasierte Methode erheblich schneller als die dateibasierte Methode.ServerIn diesem Reiter werden die technischen Daten der Serverumgebung konfiguriert.ServerAbbildung 6.25: Konfiguration &ndash; System - ServerPfad zum Temp-Ordner: Joomla! erzeugt beispielsweise bei einem Upload temporäre Dateien. Diese müssen irgendwo zwischengespeichert werden, und hier können Sie festlegen, wo.GZIP-Seitenkompression: Hier können Sie eine Komprimierung der Seiten einschalten. Wenn Browser und Webserver diese Funktion unterstützen, werden die Seiten im ZIP-Format ausgeliefert und im Client-Browser wieder entpackt. Gerade bei langsamen Internetleitungen kann dadurch der Seitenaufbau erheblich schneller vonstatten gehen. Für Server mit hoher Last sollte man diese Option aber nur einschalten, wenn die entsprechenden GZIP-Bibliotheken im Server direkt eingebunden sind. Je nach Serverkonfiguration kann es sogar sein, dass der Server ohne diese Option insgesamt schneller ist!Fehler berichten: Mit diesen Schaltern werden die PHP-eigenen Fehlerreportmechanismen aktiviert. Dabei wird kein Fehlerprotokoll in eine Datei ausgegeben zwecks späterer Auswertung, sondern die Meldungen erscheinen direkt im Browser!OptionBeschreibungSystem StandardHier wird die Einstellung aus der Konfigurationsdatei php.ini übernommen.KeineFehler werden nicht protokolliert. Diese Einstellung wird für produktive Sites empfohlen, da so einem Angreifer keine möglichen Angriffspunkte gezeigt werden.EinfachFehler und Warnungen werden protokolliert. Diese Einstellung entspricht dem Parametererror_reporting (E_ERROR|E_WARNING|E_PARSE).MaximumFehler, Warnungen und Hinweise werden protokolliert. DieseEinstellung entspricht dem Parametererror_reporting (E_ALL).Tabelle 6.4: &nbsp;Fehlerbericht KategorienZeitzoneAbbildung 6.26: Konfiguration &ndash; Server &ndash; ZeitzoneZeitzone: Diese Einstellung kann benutzt werden, um die Zeit anzuzeigen, unter der Ihre Website läuft. Das ist praktisch, wenn beispielsweise der Server, auf dem Joomla! läuft, in den USA steht, die Website aber für Besucher in Deutschland gedacht ist. Die Basis für die Berechnung der Zeit ist UTC9.FTPDas File Transfer Protocol (FTP) wird benutzt, um Probleme mit den Sicherheitsein&shy;stellungen bei Providern zu umgehen. Sollte es verboten sein, Dateien per PHP hochzuladen, wird auf die FTP-Methode ausgewichen. Tragen Sie hier Ihre Zugangsdaten zum FTP-Server Ihres Providers ein. Das Feld FTP Root verdient eine besondere Erwähnung. Abhängig vom Provider werden Sie nach Ihrer FTP-Anmeldung auf ein bestimmtes Verzeichnis gelinkt. Hier müssen Sie den Pfad Ihrer Joomla!-Installation relativ zum Einstiegspunkt der FTP-Verbindung angeben, beispielsweise /htdocs/joomla150 (Abbildung 6.27).Abbildung 6.27: Konfiguration &ndash; Server &ndash; FTPDatenbankHier können Sie die Parameter für Ihre Datenbank ändern. Denken Sie daran, dass Sie Joomla! unbrauchbar machen können, wenn Sie hier einen Schreibfehler eintragen. Sie können dann nicht mehr auf Ihr Backend zugreifen (Abbildung 6.28).Abbildung 6.28: Konfiguration -Server - DatenbankWenn so etwas passiert, können Sie mit einem Texteditor die Datei configuration.php bearbeiten. Alle Einstellungen, die Sie im Menü Site - Konfiguration machen, werden in Variablen in der Datei configuration.php abgespeichert.Listing 6.1:&nbsp;configuration.php&lt;?phpclass JConfig {var $dbtype = &#39;mysql&#39;;var $host = &#39;localhost&#39;;var $user = &#39;root&#39;;var $password = &#39;&#39;;var $db = &#39;joomla150&#39;;var $dbprefix = &#39;jos_&#39;;// &hellip;// viele weitere Variablen// ---}?&gt;MailingHier können Sie über die Art und Weise des Joomla!-E-Mail-Versands entscheiden.Abbildung 6.29: Konfiguration - Server - MailingMailer: Hier können Sie wählen, ob Sie die eingebaute Mail-Funktion von PHP, das Programm sendmail oder ein anderes E-Mail-Konto, beispielsweise bei Yahoo!, Google oder GMX, nutzen wollen.Mail von (Adresse): Diese E-Mail-Adresse wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails eingetragen.Von Name: Dieser Name wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails angegeben.Sendmail-Pfad: Falls Sie anstelle der PHP-Mail-Funktion das auf vermutlich allen Linux-Servern verfügbare Programm sendmail benutzen wollen, müssen Sie hier den Pfad zum Programm eingeben.SMTP-Auth: Wählen Sie, ob Sie einen externen Mailserver (Yahoo!, GMX, eigener Server) benutzen wollen.SMTP-User: Ihr Benutzername bei diesem E-Mail-ProviderSMTP-Passwort: Ihr Passwort bei diesem E-Mail-ProviderSMTP-Host: Der SMTP-Server dieses E-Mail-ProvidersAbmeldenDurch einen Klick auf diesen Menüpunkt melden Sie sich im Backend ab und gelangen automatisch auf das Frontend.5 http://tinymce.moxiecode.com/6 http://de.selfhtml.org/html/kopfdaten/meta.htm7 http://www.ultraedit.com/8 http://de.wikipedia.org/wiki/Multipurpose_Internet_Mail_Extensions9 http://de.wikipedia.org/wiki/UTC

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