Benutzer verwalten

Benutzer sind vielschichtig und unberechenbar. Im geschäftlichen Umfeld ist der Benutzer meist ein Mitarbeiter der Firma, im Community- und Web 2.0-Umfeld ist der Benutzer ein sich mit E-Mail, Namen und Passwort identifizierender Nutzer der Website, also so etwas ähnliches wie ein Kunde.

Alle Benutzer besitzen ein so genanntes Benutzerkonto. Nur die Zugriffsrechte unterscheiden den Mitarbeiter vom Kunden, den Chef vom Praktikanten, den Besucher der Website vom Investor.

Firmen und Websites werden oft nach Art und Anzahl der Benutzer bewertet. Der Benutzer in seiner Rolle als Mitarbeiter kann eine Firma zum Fliegen oder zum Absturz bringen. Ebenso verhält es sich mit dem Benutzer in seiner Rolle als Kunde.

Vom geschäftlichen Standpunkt aus gesehen wollen Sie, dass jemand Ihre Website und Ihre Services benutzt. Sie stehen auf einem großen, völlig überfüllten Basar und rufen so etwas wie “Tolle Website mit tollen Services! Klasse Funktionalität! Ihre Nachbarn benutzen es auch!”. Millionen Werbeagenturen sorgen dafür, dass sich das in Wirklichkeit viel professioneller anhört. Das Grundproblem, das dieser Situation innewohnt, ist allerdings die Tatsache, dass Sie etwas wollen und der Kunde Sie einfach ignorieren kann.

Als Mitarbeiter der Firma, der ebenfalls die Website benutzt, haben Sie vermutlich das Ziel, Ihre Arbeit effektiv zu schaffen. Der Mitarbeiter kann die Website nicht ignorieren. Er “muss” mehr oder weniger damit arbeiten.

Als Kunde sieht die Situation wieder anders aus. Kunden wissen, was sie wollen (hoffentlich) und suchen nach einer Website, die ihre Wünsche erfüllt. Haben sie eine entsprechende Website gefunden und werden freundlich und korrekt behandelt, so empfehlen sie sie natürlich weiter, schreiben etwas in ihr Blog, erzählen davon auf einer Party – kurz – Sie stellen sich neben den Markstand und machen ebenfalls Werbung für diese Website. Der einzige Haken für den Website Betreiber ist, dass sie das natürlich im positiven wie im negativen Fall tun und so erheblich Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg ausüben können.

Ja, und dann gibt es noch die Gäste, die mal so vorbeischauen und sehen wollen, was es Neues gibt. Diese Gruppe ist die mit Abstand größte bei öffentlichen Websites, und es gilt immer, diese große, schweigsame Masse zur Mitarbeit zu bewegen (Faustregel aus meiner Erfahrung: 1.000 Gäste, 1 neuer Benutzer).

Section: 
Freetags: